„Der Mensch ist, was er isst“. Kaum ein anderer Satz bringt die Bedeutung der Ernährung besser zum Ausdruck als dieses schlichte Zitat des deutschen Philosophen Ludwig Feuerbach. So spiegeln die Essgewohnheiten wider, wer und was wir sind. Doch wusstest du, dass dieses Zitat auch auf die Kühe des Alpbachtals zutrifft? Was es damit auf sich hat, verrät Käsemeister Hubert Rendl: „Das Geheimnis für guten Käse liegt im Futter der Kühe.“ Dass Hubert Rendl viel Erfahrung in der Herstellung von Käse hat, liegt auf der Hand, denn er ist seit 26 Jahren in der Sennerei Reith im Alpbachtal tätig. Für die Käseproduktion verwendet er ausschließlich „Heumilch“, denn „in Heumilch liegt der Schlüssel für den besonderen Geschmack“, erzählt der Käsemeister.

Käserei Reith im Alpbachtal
Doch was genau ist Heumilch und wodurch unterscheidet sie sich von der herkömmlichen Milch? Rendl erklärt das wie folgt: „Unsere Bauern verzichten zur Gänze auf gärende Futtermittel (Silage). Die Hälfte unserer Milchlieferanten sind Biobauern“. Der Unterschied liegt also im Futter. Im Alpbachtal fressen die Kühe im Sommer saftiges Gras und Kräuter auf den umliegenden Almen und im Winter bekommen sie duftendes Heu zu fressen. Garantiert frisch, unvergoren, ohne Zusätze und Konservierungsstoffe. Und das schmeckt man auch! Damit das so bleibt, nimmt Rendl regelmäßig Milchproben. Doch die beste Kontrolle sei jene unter den Bauern selbst. Denn dem Nachbarn entgeht bekanntlich nichts. 65 Bauern aus der Umgebung liefern täglich ihre frische Heumilch an die Käserei.

Käsesorten Alpbachtaler Heumilchkäse
Damals, im Jahr 1945, wurde die Sennerei Reith von den umliegenden Bauern gegründet. Vornehmlich um sich die langen Verkehrswege zu den Sennereien zu sparen. Das ist heute noch so. Ein eigener Milchtank sorgt für kurze und effiziente Transportwege. Täglich um drei Uhr morgens rattert der Sammelwagen auf die Almen im Alpbachtal. „Unsere Mitarbeiter kennen jeden Bauern beim Namen“, unterstreicht Rendl das Naheverhältnis zwischen den Bauern und der Käserei. So werden jährlich über 2 Millionen Liter Milch verarbeitet. Im hauseigenen Laden, der übrigens auch leckeres Bauernbrot, frische Vollmilch, Bergbauernbutter und viele weitere regionale Produkte anbietet, werden über zehn verschiedene Käsesorten angeboten. Die Heumilch-Palette reicht vom Alpbachtaler Bergkäse über Tilsiter, Emmentaler bis hin zum Bärlauchkäse und dem originellen „Alpbach-Taler“. Eine besondere Spezialität ist der Alpbachtaler Bierkäse. Dieser Käse entstand eigentlich aus einer Notsituation heraus, da in der Käserei zu wenig Butter produziert werden konnte. So kam der Käser auf die Idee einen Magerkäse zu kreieren. „Dass wir damit eine Marktlücke gefunden hatten, war uns nicht sofort klar“, erinnert sich Rendl. Vielmehr gab er dem Käse den Namen Alpbachtaler Bierkäse, „weil er so mager ist, dass man ein Bier braucht um ihn runter zu bringen“. Heute hat sich diese Meinung natürlich geändert. Der zarte Schnittkäse für Figurbewusste mit nur 8 Prozent Fett absolut wird unter anderem auch für die beliebten Kasspatzln verwendet. Der Käse aus
Reith im Alpbachtal ist ein absolutes Naturprodukt, dies zeigt sich nicht nur im Geschmack, sondern auch in der Farbe. „Im Winter, wenn die Kühe im Stall bleiben und Heu fressen, sind die Käsesorten heller. Im Sommer hingegen, wenn die Kühe auf den saftigen Almen grasen, werden die Käsesorten goldfarben“, weiß Rendl. Und noch ein Tipp: Die Naturprodukte sind direkt im hauseigenen Laden bei der Käserei Reith erhältlich. Wohl bekomm´s! Die Käserei ist natürlich auch Partner der Genussregion Österreich und hat den Titel “Alpbachtaler Heumilchkäse”
www.genuss-region.at
Öffnungszeiten Käseladen Reith im Alpbachtal:
Mo. – Fr.: 7:30 – 12:00 Uhr und 15:00 – 18:00 Uhr
Samstag: 7:30 bis 12:00 Uhr
Kirchfeld 3, Reith i.A., Tel.: +43 (5337) 62 137
Weitere Einkaufsmöglichkeiten für bäuerliche Produkte im Alpbachtal Seenland:
Alpbacher Dorfladen
Bauernladen Kundl
Brixlegger Bauernmarkt (jeden 1. SA im Monat)
Breitenbacher Bauernmarkt (jeden 2. SA im Monat)
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